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Srebrenica und seine Folgen. Geschichte des Genozids. Online-Vortrag und Gespräch
In diesem Jahr ist der Film “Quo vadis, Aida?” der bosnischen Regisseurin Jasmila Žbanić über den Völkermord von Srebrenica Teil der Europawochen im Land Bremen. Zusammen mit der Journalistin Melina Borčak möchten wir über die historischen Hintergründe des Angriffskrieges und Genozides ab 1992 in Bosnien reden sowie aktuelle politische Entwicklungen vertiefen.

Die UN hat die Massaker bei denen mehr als 8300 Bosniaken und Bosniakinnen an fünf Tagen im Juli 1995 ermordet wurden als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bezeichnet. Ziel der serbischen Truppen war die Vernichtung der muslimischen Bevölkerung Bosnien und Herzegowinas. Die Oberbefehlshaber des Völkermordes, Radovan Karadžić wurde 2019 vom UN-Tribunal in Den Haag zu lebenslanger Haft verurteilt, sein damaliger Militärchef Ratko Mladić, vergangenes Jahr.

Was ist ein Genozid, was bedeutet Völkerrechtsbruch? Welche Lehren lassen sich aus dem Umgang mit den damaligen Verbrechen ziehen? Gibt es Vergleiche zum Ukraine-Krieg heute, wie etwa die Belagerung Sarajevos und Mariupol? Was sollten Medien in der Berichterstattung beachten? Und wie ist die aktuelle Situation in Bosnien und Herzegowina zu bewerten in Bezug zur EU, Putin und den Beitrittsoptionen der Westbalkan-Staaten?

Referentin: Melina Borčak ist freie Journalistin und Filmemacherin u.a. für CNN, Deutsche Welle, ARD. Ihre professionellen Schwerpunkte sind u.a. Genozid, antirassistische Medienkritik und muslimischer Feminismus. Sie kommt aus Sarajevo und lebt seit fünf Jahren in Deutschland.

Moderation: Lena Prötzel, Landeszentrale für politische Bildung Bremen
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